Weder Junge noch Mädchen – Über die Suche nach sich selbst2. Juli1 Min. LesezeitWas bedeutet es, man selbst zu sein? Und was, wenn man sich in den üblichen Geschlechter-Schubladen nicht wiederfindet?In Weder Junge noch Mädchen begleiten wir Lukas auf der Suche nach der eigenen Identität. Als er merkt, dass er sich weder den Jungen noch den Mädchen zugehörig fühlt, beginnt eine spannende Entdeckungsreise. Das Buch verbindet eine erzählte Geschichte mit Sachwissen über Kulturen und Lebensrealitäten jenseits des binären Geschlechtersystems und regt zum Nachdenken und Gespräch an. Besonders beeindruckt hat mich der Umgang in der indigenen Kultur mit dem Konzept Two-Spirit. Damit werden Menschen beschrieben, die sowohl weibliche als auch männliche spirituelle Anteile in sich vereinen und in ihrer Gemeinschaft eine besondere Rolle einnehmen.In Comicform und kunstvoll gezeichnet wird die Geschichte besonders eindrücklich und visuell greifbar.Mit viel Gefühl und starken Bildern erzählt dieses Buch von der Suche nach dem eigenen Platz und zeigt Kindern und jungen Menschen, wie viel Mut und Kraft darin steckt, das eigene Ich zu entdecken. Es ist gedacht für Familien, Schulen und Bibliotheken – überall dort, wo Kinder über Vielfalt, Geschlechterrollen und Zugehörigkeit sprechen wollen.ab 10 Jahrenvon Marita Kelbl, erschienen im Anthea Verlag