Wenn meine Haare sprechen könnten21. März1 Min. LesezeitAktualisiert: 27. MärzMöchte ich, dass mir jemand Fremdes in die Haare fasst? Die Antwort ist für mich völlig klar: Nein, natürlich nicht!! Mir wurde diese Frage noch nie gestellt, denn ich hab dünnes, unscheinbares, braunes Haar. Mir wurde auch noch nie ungefragt in die Haare gefasst. Doch vielen schwarze Menschen erleben dies sehr oft - ihre Grenzen werden regelmässig überschritten.Darum hat Dayan Kodua das Bilderbuch «Wenn meine Haare sprechen könnten» geschrieben: «Als Kind war ich zu schüchtern, um zu sagen: «Nein, fassen Sie meine Haare nicht an.» (…) Inzwischen bin ich selbst erwachsen, habe eigene Kinder und möchte meine Stimme nutzen damit es meinen und auch euren Kindern besser geht.» Übrigens hat sie nicht nur dieses Buch geschrieben, sondern auch einen ganzen Verlag gegründet - die Bücher des Gratitude Verlags schaffen Vorbilder für unterrepräsentierte Kinder, sie sonst oft nur sehr stereotyp und am Rande gezeigt werden.Aber zurück zum Buch: Auf dem Schulausflug erlebt Akoma eine unangenehme Situation: Die Bäuerin Frau Schröder fasst Akomas Afro-Haare ungefragt an. Aroma mag das nicht und murmelt dies auch. Doch Frau Schröder versteht es nicht. Der Tag ist für Akoma gelaufen, sie wird still und traurig.Zurück zuhause möchte sie ihre Haare ganz kurz schneiden, damit das nicht mehr passiert. Doch die Mutter zeigt ihr die Vielfalt ihrer Haare - mit ihnen kann man ganz unterschiedliche tolle Frisuren machen. Nun kann Akoma wieder stolz sein auf ihre Haare! Und gemeinsam klären sie auch die Situation mit Frau Schröder.Neben dem «normalen» Buch gibt es das Buch nun auch als Ausmalheft: Das Ganze Buch mit schwarz-weissen Zeichnungen, die selbst nach Lust und Laune gestaltet werden können.